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Wellrohr

Der minimale Biegeradius: Die Zahl, die niemand liest — bis es knickt

DN 25, 50 mm Radius, 90 Grad — was eng aussieht, ist oft schon zu eng. Wie der minimale Biegeradius berechnet wird und warum er die Lebensdauer halbieren kann.

5. April 2026 5 min Lesezeit
Gebogenes Edelstahl-Wellrohr mit technischen Massmarkierungen
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Statisch oder dynamisch?

Wellrohrhersteller geben zwei Werte an: den statischen Biegeradius (einmalig verlegt, danach in Ruhe) und den dynamischen Biegeradius (im Betrieb wiederkehrend bewegt). Der dynamische Wert ist üblicherweise zwei- bis dreimal so gross wie der statische. Wer das verwechselt, baut Verschleiss ein.

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Wie sich der Radius berechnet

Faustregel: Der minimale dynamische Biegeradius beträgt etwa das Acht- bis Zehnfache des Nenndurchmessers. Ein DN 25 Schlauch will also ca. 200–250 mm Radius im Bewegungseinsatz. Statisch reichen 80–100 mm. Im Wärmepumpenanschluss wird oft mit statischem Wert gerechnet — was meist auch passt, weil der Anschluss nach der Montage ruht.

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Knick statt Bogen

Der häufigste Schadensfall ist nicht Korrosion, sondern der lokale Knick: der Schlauch wird einmalig zu eng gebogen, eine Welle plättet, und ab dann ist genau diese Stelle die Sollbruchstelle. Selbst wenn die Anlage zehn Jahre läuft — die Reklamation kommt verlässlich.

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Montagehilfen

Wir liefern auf Wunsch Biegeschablonen mit, gerade für DN 20 bis DN 50 mit Geflecht. Sie kosten nichts, sparen aber Reklamationen. Bei Bogen über 90° empfehlen wir, in zwei Schritten zu biegen — nie über die Kante des Anschlussfittings.

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Konfigurator hilft

Im Schlauchkonfigurator wird der minimale Radius automatisch gegen die gewählte Dimension geprüft. Wer dort 'rot' sieht, sollte die Geometrie nochmals überdenken — wir bauen lieber zwanzig Zentimeter länger, als später zu reklamieren.

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