Statisch oder dynamisch?
Wellrohrhersteller geben zwei Werte an: den statischen Biegeradius (einmalig verlegt, danach in Ruhe) und den dynamischen Biegeradius (im Betrieb wiederkehrend bewegt). Der dynamische Wert ist üblicherweise zwei- bis dreimal so gross wie der statische. Wer das verwechselt, baut Verschleiss ein.
Wie sich der Radius berechnet
Faustregel: Der minimale dynamische Biegeradius beträgt etwa das Acht- bis Zehnfache des Nenndurchmessers. Ein DN 25 Schlauch will also ca. 200–250 mm Radius im Bewegungseinsatz. Statisch reichen 80–100 mm. Im Wärmepumpenanschluss wird oft mit statischem Wert gerechnet — was meist auch passt, weil der Anschluss nach der Montage ruht.
Knick statt Bogen
Der häufigste Schadensfall ist nicht Korrosion, sondern der lokale Knick: der Schlauch wird einmalig zu eng gebogen, eine Welle plättet, und ab dann ist genau diese Stelle die Sollbruchstelle. Selbst wenn die Anlage zehn Jahre läuft — die Reklamation kommt verlässlich.
Montagehilfen
Wir liefern auf Wunsch Biegeschablonen mit, gerade für DN 20 bis DN 50 mit Geflecht. Sie kosten nichts, sparen aber Reklamationen. Bei Bogen über 90° empfehlen wir, in zwei Schritten zu biegen — nie über die Kante des Anschlussfittings.
Konfigurator hilft
Im Schlauchkonfigurator wird der minimale Radius automatisch gegen die gewählte Dimension geprüft. Wer dort 'rot' sieht, sollte die Geometrie nochmals überdenken — wir bauen lieber zwanzig Zentimeter länger, als später zu reklamieren.
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