Warum entkoppeln überhaupt?
Eine moderne Sole-Wasser- oder Luft-Wasser-Wärmepumpe arbeitet mit Verdichtern, die im Betrieb minimale Schwingungen ans Rohrnetz abgeben. Werden diese Schwingungen 1:1 ins Gebäude geleitet, hört man sie als tieffrequentes Brummen im Schlafzimmer — und sieht sie nach Jahren als feine Risse an den Verschraubungen.
Was die Hersteller verlangen
Nahezu jeder grosse Wärmepumpenhersteller (Hoval, Viessmann, Stiebel Eltron, NIBE, CTA) schreibt heute flexible Anschlüsse vor — meist Edelstahl-Wellrohre mit Geflecht, kurze Baulängen, beidseitig verschraubt. Wird darauf verzichtet, erlischt im Schadensfall die Garantie auf Verdichter und Verflüssiger.
Materialwahl: Edelstahl statt EPDM
Im Primärkreis kommt Sole zum Einsatz — Wasser-Glykol-Gemische, oft mit Inhibitoren. EPDM altert in dieser Umgebung schneller, vor allem in Kombination mit erhöhten Vorlauftemperaturen. Edelstahl 1.4404 ist diffusionsdicht und beständig. Im Sekundärkreis (Heizungswasser) genügen oft Gummikompensatoren mit Edelstahlflanschen.
Drei Montagefehler, die wir täglich sehen
Erstens: zu kurze Schläuche, die unter Zug stehen. Zweitens: torsionale Verdrehung beim Festziehen — der Schlauch ist auf Biegung ausgelegt, nicht auf Drehung. Drittens: starrer Anschluss direkt vor dem flexiblen Element, der die Entkopplung wirkungslos macht.
Unsere Empfehlung
Pro Anschluss ein flexibles Element von mindestens 300 mm Länge, beidseitig gerade montiert, ohne Vorspannung. Bei Aussenaufstellung zusätzlich UV-fester Schutz über dem Geflecht. So bleibt die Anlage leise — und die Garantie erhalten.
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