EN ISO 10380 — der Metallschlauch-Standard
Diese Norm regelt Bau, Bemessung, Prüfung und Kennzeichnung von gewellten Metallschläuchen mit Geflecht. Sie definiert Nenndruckstufen, Bewegungsklassen und Mindestlebensdauer in Lastwechseln. Ein Schlauch ohne Bezug auf EN ISO 10380 ist kein industrieller Schlauch, sondern Spekulation.
EN 14917 — der Kompensator-Standard
Für Metallbalg-Kompensatoren in Druckanlagen die führende Norm. Sie definiert Berechnungsverfahren für Lebensdauer in Lastspielen (üblicherweise 1'000, 2'000 oder 10'000 Vollhübe), Druckstabilität und Wandstärken. Achtung: die Lebensdauer wird mit dem im Auslegungspunkt berechneten Wert angegeben — Druck- und Temperaturüberschreitung reduziert sie überproportional.
PED 2014/68/EU — die Druckgeräterichtlinie
Sobald ein Kompensator oder Schlauch in eine druckführende Anlage einer bestimmten Kategorie eingebaut wird, fällt er unter PED. Die Konformitätserklärung muss vom Hersteller mitgeliefert werden, mit Modul A, A2, B+D oder H je nach Risikoklasse. Wer hier nicht liefern kann, fliegt aus jeder seriösen Ausschreibung.
Werkszeugnis 3.1 vs. 3.2
Das Werkszeugnis 3.1 nach EN 10204 bescheinigt, dass das Material aus der gleichen Schmelze stammt wie geprüft. 3.2 verlangt zusätzlich eine unabhängige Prüfstelle. Für Pharma und Lebensmittel oft Pflicht — für klassische Heizungstechnik überdimensioniert. Wir liefern beides auf Wunsch.
Was 'CE' nicht bedeutet
Das CE-Zeichen ist eine Selbsterklärung des Herstellers, dass alle relevanten EU-Richtlinien eingehalten werden. Es ist kein Qualitätssiegel. Wer auf der sicheren Seite sein will, fragt nach Werkszertifikat, PED-Modul und Lebensdauerangabe nach EN 14917 — und glaubt nicht der Sticker auf der Verpackung.
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