Axialkompensator: der häufige Standard
Der Axialkompensator gleicht Längenänderungen in Rohrachse aus — typisch in Fernwärme-, Dampf- und Heisswasserleitungen. Voraussetzung: zwei Fixpunkte links und rechts, die die Druckaxialkraft aufnehmen. Ohne Fixpunkt zieht der Innendruck den Kompensator auseinander, bis er versagt.
Lateralkompensator: der teure Versatzkönig
Der Laterale gleicht Versatz quer zur Rohrachse aus. Er enthält zwei Bälge mit Zwischenrohr und Zugankern — die Zuganker nehmen die Druckaxialkraft selbst auf, weshalb keine externen Hauptfixpunkte mehr nötig sind. Das macht ihn teurer, dafür aber elegant überall dort, wo die Bauphysik keine Fixpunkte hergibt.
Angularkompensator: der Bogenmacher
Angularkompensatoren werden paarweise oder dreifach in Bögen gesetzt. Jeder einzelne nimmt nur Winkelbewegung auf, in Kombination aber bewältigen sie grosse Ausdehnungen auf wenig Bauraum — ideal für Steigschächte, in denen kein Lateraler passt.
Fixpunkte sind keine Empfehlung
Ein Axialkompensator ohne korrekt dimensionierten Hauptfixpunkt ist eine Zeitbombe. Wir liefern auf Anfrage gerne Fixpunktkräfte zur statischen Bemessung — bei DN 100, 10 bar reden wir schnell von 8–12 kN, die das Bauwerk aushalten muss.
Bestellempfehlung
Statt 'Kompensator DN 80' immer fragen: Welche Bewegung (axial/lateral/angular), wie viel mm, welcher Druck und Temperatur, wie viele Lastwechsel pro Jahr? Mit diesen vier Werten dimensionieren wir die richtige Bauform — und nicht die billigste.
Frage zum Thema? Wir antworten am gleichen Tag.
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